"Die Welt ist das Mittel, das die Trennung heilt."
 

Filmtipps

Seit Anbeginn der Zeit werden Geschichten, Mythen und Gleichnisse von spirituellen Lehrern verwendet um ihre Aussagen zu verdeutlichen. Viele berühmte Spielfilme sind moderne Gleichnisse, die äußerst hilfreich sein können für den Prozess des Erwachens.

Die folgenden Kapitel beschäftigen sich mit der tieferen Bedeutung von einigen Spielfilmen und sollen helfen das „Große Bild“ zu sehen. Diese Betrachtungen sind inspiriert vom Buch „The Movie Watcher's Guide To Enlightenment“ von David Hoffmeister, einem amerikanischen „Kurs in Wundern“ Lehrer. (https://davidhoffmeister.com)

In diesem Leitfaden zur Erleuchtung werden Filme, die beim Erwachen hilfreich sind, durch die Linse wahrer Vergebung betrachtet. Vergebung ist das vollständige Ablegen des Egos - des Glaubens an Zeit und Raum und deren Linearität. Es gibt eine Art, Filme zu betrachten, die dazu führt, Ereignisse, Szenen und Drehbücher der Welt mit vergebenden Augen zu betrachten. In dieser Erfahrung ist Vergebung gleichbedeutend mit Seelenfrieden und Nicht-Beurteilung.

Filme können genutzt werden, um das Bewusstsein zu erweitern und letztlich die Tiefe und Bedeutung des inneren Selbst zu erfahren. Sie können ein Mittel sein, um mit begrenzten Glaubenssätzen in Kontakt zu kommen und diese loszulassen, was zur Auflösung innerer Konflikte führt. Unsere Absicht ist nicht, die Emotionen, die wir beim Anschauen erleben, zu unterdrücken, sondern alle unbewussten Glaubenssätze und Interpretationen loszulassen, die die ständige Erfahrung von Frieden und Freude verhindern. Indem wir alles loslassen, was nicht dienlich ist, werden wir transformiert!


Inhaltsverzeichnis




Und täglich grüßt das Murmeltier

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Themen: Ego, Täuschung, Verzweiflung, Tod, loslassen, Sühne (Berichtigung), Inspiration, Zeit

Dieser Film ist Anfang der 90er Jahre erschienen - in einer Zeit in der auch Bücher wie „Gespräche mit Gott“ erschienen sind. Die unterschiedlichsten Vertreter religiöser und spiritueller Richtungen haben sich nach Erscheinen des Films beim Regisseur gemeldet und gemeint der Film ist ein wunderbarer Ausdruck ihrer Lehrinhalte.

Der Groundhog Day, wie er in einigen nordamerikanischen Städten am 2.2. gefeiert wird, ist im Christentum der Tag der Darstellung des Herrn. Im Lauf der Entwicklungen verschob sich der Schwerpunkt des Darstellungsfests von Jesus auf die Mutter Jesu. Aus dem Fest der Darstellung des Herrn wurde Mariä Reinigung und Mariä Lichtmess. Seit den 1960er Jahren gilt er wieder als Fest des Herren.

Die Filmfigur Phil ist ein menschenverachtender Zyniker, der sich als den Mittelpunkt des Universums und andere Menschen nur als Statisten für seinen Ego-Trip betrachtet, als plötzlich ein gewaltiger Wirbelsturm - am Fest des Herren - sein Leben durcheinander bringt und der Berichtigungsprozess beginnt. Zu Beginn versucht Phil noch mit allen Tricks die Gunst seiner Kollegin Rita zu gewinnen, doch erst als er sich auch davon gelöst hat, gewinnt sie ihn bei einer Versteigerung und der zeitlose, glückliche Traum beginnt mit einer heiligen Beziehung.

Um aus der Illusion der Zeit zu erwachen, muss sich nicht die Welt ändern, sondern lediglich unser Blick auf die Welt. Die Welt im Film ist immer die gleiche, immer die gleichen Menschen, immer der gleiche Murmeltiertag, aber was sich ändert, ist der Blick von Phil auf die Welt.

Auf dem Cover der DVD ist zu lesen: „Für ihn ist heute gestern. Und morgen auch.“ Solange wir in der Illusion der Zeit feststecken, ist die Zukunft immer nur eine Fortsetzung der Vergangenheit. Wenn wir in den heiligen Augenblick erwachen, ist die Vergangenheit erlöst und die Zukunft befreit.

Der Film zeigt auf humorvolle Weise worum es in Wahrheit geht. Die Welt der Zeit wiederholt sich immer und immer und immer wieder in einer Schleife aus der es scheinbar kein Entrinnen gibt. Routinen, Geschäftigkeiten und Rituale folgen vorhersehbaren Mustern, welche scheinbar zu endlosen Schleifen zurück zu sich selbst führen. Der Wunsch von anderen Menschen etwas zurück zu bekommen, führt uns auf eine ergebnislose Suche, während wir versuchen unsere innere Leere zu überwinden. Alle Versuche dieser inneren Leere zu entkommen scheinen vergeblich. Wenn es wirklich schwierig wird flüchtet das Ego in den Tod. Doch der Tod löst den Konflikt nicht.

Erst, wenn der Wunsch, wahrhaft hilfreich zu sein, in uns erwacht, wird der Welt ein neuer Zweck gegeben. Anstatt uns darauf zu fokussieren zu entkommen, wünschen wir uns einfach nur noch die Liebe in uns auszudehnen und jedem mit Liebe zu begegnen der in unser Leben tritt. Mit diesem Wechsel in der Absicht kommt eine neue Art auf die Welt zu schauen in unser Leben, und wir können letztendlich sagen und auch wahrhaftig meinen, „Ich liebe dich.“ Wenn wir aus unserem tiefsten Innersten heraus lieben – ohne Bedingungen, Grenzen, oder Erwartungen – dann erscheint die völlige Unschuld wahrer Liebe. Und wenn dieses Licht die Welt erhellt, erkennen wir plötzlich, dass wir nicht mehr durch die Zeit gebunden sind – wir sind frei in Liebe.

There's a smile on my face
For the whole human race
Why it's almost like being in love

All the music of life seems to be
Like a bell that is ringing for me
And from the way that I feel
When that bell starts to peal
I would swear I was falling, swear I was falling
Why it's almost like being in love


(Almost Like Being In Love - Nat King Cole, Filmmusik)



Source Code

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Themen: Zeit, das Drehbuch ist geschrieben, Macht der Gedanken, Bewusstheit des Träumens, sich dem wahren Zweck verpflichtet fühlen, Heilige Beziehung

Wie im Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“, handelt es sich auch hier, um eine sich ständig wiederholende Zeitschleife, in der sich der Protagonist der Geschichte, Captain Colter Stevens, ständig weiter entwickelt.

Die sich wiederholende Zeitschleife dauert genau 8 Minuten. Eine waagrecht liegende Ziffer 8 ähnelt dem mathematischen Unendlichzeichen ∞. Das Unendlichzeichen wird mit unterschiedlichen Bedeutungen auch außerhalb der Mathematik verwendet, unter anderem als Symbol für ein logisches Paradoxon oder einen Teufelskreis, beispielsweise in Form des Ouroboros, einer Schlange, die sich selbst in den Schwanz beißt. Aber es ist auch ein bedeutendes Symbol für Ewigkeit und Ganzheit - also für Gott. Damit ist der Film selbst schon wunderbar beschrieben. Er handelt, vom sich ständig wiederholenden Teufelskreis der Ego-Illusion, dem Berichtigungsprozess (Sühne), an dessen Ende das Aufwachen aus dem Traum - die Erlösung durch Gott - steht.

Das Cloud Gate am Millennium-Park in Chicago, das von den Protagonisten am Ende des Films besucht wird, dient laut Regisseur Duncan Jones als Metapher für den gesamten Film. Das Cloud Gate, eine öffentliche Skulptur des britischen Künstlers Anish Kapoor, ist bei den Besuchern des Parks beliebt für die Aufnahme von verzerrten fotografischen Selbstporträts.

Wenn du den Film noch nicht gesehen hast, dann wäre jetzt ein guter Zeitpunkt, ihn dir anzusehen und erst danach weiter zu lesen.

Wir alle akzeptieren als Realität, was wir wahrnehmen. Captain Colter Stevens erwacht durch den Ruf von Air-Force-Captain Colleen Goodwin, die eine Rückrufsequenz einleitet, die ihn an sein Selbstverständnis, von einem in der Luftwaffe ausgebildeten Piloten, erinnert. Doch als er versucht, seine Mission zu erfüllen, beginnt er, ihren Zweck in Frage zu stellen. Captain Stevens, der die letzten acht Minuten des Bewusstseins von Sean, einem Schullehrer in einem explodierenden Zug nach Chicago, erlebt, muss eine Untersuchung einleiten, um den Bomber zu finden und sein nächstes Ziel zu vereiteln. Dies ist eine Übung in Zeit, Raum und der Bereitschaft, über das gegenwärtige Verständnis hinaus zu gehen. Doch während der zweite Bombenanschlag aufgeklärt wird, verändert sich auch die Wahrnehmung der Welt durch den Captain. Eingeführt in diese Wiederholungssequenz mit extrem hoher Bewusstheit, beginnt er die Natur seiner Realität in Frage zu stellen. Seine Persönlichkeit wird weicher, als er mit Christina interagiert, einer mächtigen Begleiterin, die seine Aufmerksamkeit, raus aus dem Drama, in die Intimität des gegenwärtigen Augenblicks, lenkt, was über seine militärische Rolle hinausgeht.

Wechselwirkungen, Kompromisse und Menschenfreundlichkeit werden in dieser Geschichte hervorgehoben. Der Captain muss einen Weg finden, seine begrenzenden Überzeugungen und seinen Wunsch, ein guter Soldat zu sein, zu überwinden und im reinen Glauben zu einer völlig neuen Existenz aufzusteigen. Vergebung ist die Befreiung. Nachdem er mit seinem Vater Frieden geschlossen hat, ist er von der Pflicht befreit und kann völlig unerwartet ein liebevolles Leben führen.



Ruby Sparks - Meine fabelhafte Freundin

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Themen: Selbstbild, besondere Beziehung, Besonderheit loslassen, das Drehbuch ist geschrieben, Macht der Gedanken

Der Film ist eine tragikomische Variante des auf Ovid zurückgehenden Pygmalion-Mythos, des archetypischen Beziehungsmusters des einen Partner nach seinem Bilde Formens: "Ich forme Dich nach meinem Bilde, auf dass Du lebendig wirst."

Die Beschäftigung mit dem Thema Manifestieren kann ein hilfreicher Zwischenschritt sein, aber am Ende werden wir lernen, dem wunder-vollen Fluss nachzugeben und erkennen, dass uns alles gegeben ist. Das Einzige, was wir kontrollieren können, ist die Richtung unseres Denkens. Dies ist der Weg, den wir durchlaufen müssen, auch wenn wir glauben, dass wir die Charaktere in unserem Lebenstraum so arrangieren können, dass wir glücklich sind. Ob sie nun tun, was wir wollen oder nicht - wir werden erkennen, dass wir den „Erlösungsplan“ des Egos loslassen müssen. Ohne den einzig wahren Zweck - der Erlösung aus der Illusion der Trennung - ist das Leben nur eine große Ablenkung, die nirgendwohin führt.

Dies ist die Lektion, die der Protagonist Calvin lernt, wenn er sieht, dass er das Konzept von „Ruby“ aufgeben muss. Wenn er in seine Schreibmaschine tippt: "Wenn Ruby das Haus verlässt, wird die Vergangenheit befreit", befreit er sich vom Ego-Plan und öffnet seinen Geist für die Freude des Heiligen Augenblicks!

Wenn die Kraft des Geistes voll Vertrauen dem HEILIGEN GEIST übergeben wird, werden auch scheinbare Bedürfnisse erfüllt, einschließlich dem einer Beziehung - und Wunder der Liebe geschehen auf ganz natürliche Weise.



The Danish Girl

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Themen: Besondere Beziehung, Geschlechtsidentität, Akzeptanz, Zusammenarbeit

The Danish Girl ist eine US-amerikanisch-britische Filmbiografie aus dem Jahr 2015. Das Filmdrama basiert auf dem gleichnamigen Roman des US-amerikanischen Autors David Ebershoff über die intersexuelle Malerin Lili Elbe, die sich einer geschlechtsangleichenden Operation unterzog. Die beiden Schauspieler Eddie Redmayne und Alicia Vikander wurden mit mehreren Preisen ausgezeichnet.

Lili Elbe (1882 - 1931) war eine dänische Malerin und transgender Pionierin. Als Studenten an der Königlich Dänischen Kunstakademie in Kopenhagen lernten sich Einar Wegener und Gerda Gottlieb kennen und heirateten 1904. Danach entdeckte Einar Wegener immer mehr seine weibliche Seite und nannte sich in seiner Frauenrolle Lili Elbe. Fremden stellte Gerda Wegener Lili als Schwester ihres Mannes vor. 1930 beschloss Lili, die körperliche Anpassung an das gefühlte Geschlecht, das einer Frau, endgültig zu vollziehen. Lili ließ sich zuerst in Berlin und dann noch dreimal in Dresden operieren. Einige Monate nach der vierten Operation 1931 kam es zu Komplikationen, wahrscheinlich auf Grund von Transplantatabstoßung, an denen Lili Elbe verstarb.

Abweichend zum Buch, das auf Lili Elbes Lebensbericht Fra mand til kvinde basiert, wo sich Gerda und Lili trennen, bleibt Gerda im Film bis zum Schluss an Lilis Seite. Dass die Ehe vom dänischen König annulliert wurde, kommt im Film ebenfalls nicht zur Sprache. Auch den Umzug nach Marokko und lesbische Beziehungen von Gerda spart der Film aus.

Die Abweichungen von der wahren Geschichte sind auch ein Kritikpunkt dem sich der Film stellen muss. Es ist ein schöner Film in dem es auch um Themen wie Vertrauen und Rollen innerhalb einer Ehe geht. In Bildern, die an skandinavische Maler erinnern, mit einer Kameraführung in verträumtem Sepiafilter erzeugt der Regisseur eine von Anfang an betörende Stimmung. Eddie Redmayne gibt Einar ein verzweifeltes Gesicht, eine innere Zerrissenheit und Lili eine entrückte Melancholie und fragile Schönheit. Alicia Vikander in der Rolle der Gerda bezaubert. Der Regisseur und alle Beteiligten zeichnen mit einer großen Liebe zum Detail ein einfühlsames Porträt von Lili Elbe, aber verzichten auf alles, was an einer solchen Geschichte unangenehm sein könnte. Es wird der unangenehmen Wahrheit hinter der Geschichte ausgewichen.

Sich der Liebe zu öffnen ist immer der Schlüssel und wir ziehen die Menschen und Situationen an, in denen eine Herzöffnung stattfinden kann. Zwischen dem Künstlerpaar Einar und Gerda Wegener besteht eine tiefe Liebe, aber Einars Identitätskrise unterbricht ihre Fähigkeit, vollständig miteinander zu kommunizieren, was zu einem drastischen Ende ihres gemeinsamen Weges führt.

Identität und Selbstkonzept verschleiern, wer wir wirklich sind. Manchmal entsteht Verwirrung und es entsteht der Glaube, dass die Veränderung des Äußeren, des Körpers, der Form oder des Geschlechts die Lösung sei. Die Geschichte von Lili Elbe zeigt sehr drastisch, dass auf der Ebene der Form keine wirkliche Lösung zu finden ist, denn die Erlösung wartet jenseits der Form auf uns.



Her

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Themen: Angst vor Liebe, Selbstbild, Heilige Beziehung, Form loslassen, Verbindung auf immaterieller Ebene

Ein umwerfend schöner Film und eine wunder-volle Liebesgeschichte. Scarlett Johansson lässt allein mit ihrer Stimme ein Wesen lebendig werden, das den Raum trotz fehlender Körperlichkeit mit einer spürbar intimen Präsenz ausfüllt - nicht nur für den Protagonisten im Film, sondern auch für uns Zuschauer und Zuhörer. Diesen Film solltest Du Dir unbedingt im englischen Original ansehen, denn die deutsche Synchronisation schafft es nicht diese Intimität zu vermitteln, die stärker in der Stimme selbst, als in den Worten, zum Ausdruck kommt.

Her ist ein Film, in dem die Veränderungen gezeigt werden, die erforderlich sind, um sich von der Identifikation mit dem Körper zu lösen und der Angst zu begegnen, sich über die physische Verbindung hinaus in die Intimität des Geistes zu öffnen. In diesem Film erwirbt Theodore ein Betriebssystem namens Samantha und geht eine Beziehung mit "ihr" ein, die von romantisch zu energetisch übergeht.

Die Angst vor göttlicher Liebe ist die Angst vor dem Verschwinden; es ist die Angst des Egos vor Auslöschung. Der Geist nutzt die Verbindung auf immaterieller Ebene, um uns zu inspirieren, unsere Masken fallen zu lassen und einander näher zu kommen, um unser wahres Selbst zu erfahren. Das Teilen von Gefühlen und Gedanken, ohne dem Versuch etwas zu verbergen, führt zu Gefühlen tieferer Verbindung und Verbundenheit.

Der eigentliche Zweck jeder Beziehung ist es, sich bewusst zu werden, was im Bewusstsein auftaucht, um es zu heilen. Auf diese Weise beginnen wir, unsere Unschuld zu erfahren. Manchmal, wenn eine Beziehung endet, analysiert das Ego im Nachhinein, was wir getan haben. Es will uns einreden: "Du hättest es anders machen sollen." Alle "du solltest getan haben" sind Hypothesen, die den Glauben an viele Möglichkeiten widerspiegeln. Wenn Schuld oder Dunkelheit auftauchen, möchte das Ego sie als Misserfolg beurteilen. Aber wir sind nicht verantwortlich für die Fehler, wir sind nur dafür verantwortlich, die Korrektur zu akzeptieren - dass wir JETZT unschuldig sind.

Dieser Film beleuchtet den konditionierten Glauben, dass Liebe in einer ganz bestimmten Weise ablaufen muss. Die Märchenphantasien lassen uns glauben, dass wir Liebe auf der Ebene der Form finden können. Wir suchen auf der Ebene der Form nach der Intimität, von der wir glauben, dass wir sie verloren haben - die Intimität mit Gott. Wir suchen weiter und finden nicht. Das Ritual des Suchens nach einem, uns glücklich machenden, Körper wird in der Welt immer und immer wieder wiederholt und ist niemals wirklich befriedigend.

Der Geist erfährt Schuld, wenn er glaubt, ein Körper zu sein. Wir haben keine Kontrolle über die Welt oder die Körper. Wir können jedoch die Richtung unseres Denkens steuern - indem wir unseren Geist von den Gedanken des Ego lösen und uns wieder auf Gott ausrichten.



Slumdog Millionär

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Themen: Glaube, Freude, das Drehbuch ist geschrieben, Unschuld, Schmerz und Vergnügungen, Klagen, Akzeptanz, Führung

Slumdog Millionär ist ein britischer Kinofilm von Danny Boyle aus dem Jahr 2008. Er basiert auf dem 2005 erschienenen Roman Q & A (questions and answers) von Vikas Swarup, dessen Übersetzung unter dem deutschen Titel Rupien! Rupien! erschienen ist. Der Film gewann an die 40 Filmpreise, davon 8 Oscars.

Jamal Malik macht sich gut in der indischen "Wer wird Millionär"-Show. Er ist nur noch eine Frage davon entfernt, 20 Millionen Rupien zu gewinnen. Wie hat er das gemacht?

A: Er hat betrogen

B: Er hatte Glück

C: Er ist ein Genie

D: Es ist Schicksal

Der HEILIGE GEIST offenbart, dass alles in Jamal‘s Leben dazu diente, sich wieder mit der Liebe zu verbinden, symbolisiert durch seine treue Freundin Lakita. Während er sein Ziel vor Augen hat, ohne sich von Traumata oder Erfolg ablenken zu lassen, kann er endlich akzeptieren, dass er die Antwort auf keines der Rätsel dieser Welt kennt. Er folgt seinem Herzen und bewegt sich intuitiv durch das Leben. In diesem Vertrauen und der Bereitschaft, nicht zu wissen, wird ihm alles gegeben, während er sich wundert, dass die Antwort D ist: Das Drehbuch ist geschrieben. Nur eine Änderung der Absicht - zu erkennen, dass die Form der Vergangenheit angehört - kann JETZT alle Probleme lösen.

* * *

Der Film bietet wunderbare Einblicke in das Leben Indiens und lässt uns auf diese Weise erkennen, warum gerade Indien jenes Land ist, das wir am stärksten mit dem Thema Spiritualität in Verbindung bringen, jenes Land, das in den letzten 60 Jahren die stärkste Anziehung auf westliche spirituelle Sucher ausgeübt hat. Es sind dies die extremen Zustände die in Indien herrschen, die extremen Gegensätze. Indien ist reich an Jahrtausende alter Kultur und gleichzeitig herrscht extreme Armut. In Indien begrüßen die Menschen einander mit Namaste ("Verehrung sei dir dargebracht") und gleichzeitig gibt es immer noch viele brutale Vergewaltigungen von Frauen. Leben und Tod, Toleranz und Intoleranz - alles existiert gleichzeitig.

Es gibt eine schier unglaubliche Vielfalt in Indien, Vielfalt der Sprachen, Vielfalt der Kulturen, Vielfalt der Lebensstile, Vielfalt der Religionen, dass ich denke, der Grund, warum wir so viele indische Heilige und Weise haben, ist, dass es angesichts all dieser scheinbaren Vielfalt, Vielfältigkeit und der scheinbar extremen Gegensätze, etwas in unserem Inneren aktiviert wird, das um die Wahrheit betet, das um Einfachheit betet, das sich zur Nondualität hin entwickeln will und so entstanden die großen nondualen Traditionen Indiens. Advaita Vedanta und die vielen, vielen Lehren über die Jahrhunderte, die aufzeigen wie wir - durch Training, Disziplin und totalen Verzicht auf Urteile - zu einem stillen Geist kommen.

Manchmal müssen wir damit konfrontiert werden, direkt vor unserer Nase. Und wenn dies alles auf einer beständigen spirituellen Basis passiert, dann schreit etwas in uns nach Hilfe, es muss eine Einfachheit geben, es muss eine Erfahrung jenseits dieser Vielfältigkeit und Gegensätze geben.

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Ein besonders extremes Beispiel ist Varanasi. Viele westliche Reisende die an sich von Indien fasziniert sind, sind trotzdem geschockt, wenn sie Varanasi erreichen. Varanasi, auch unter dem Namen Benares bekannt, ist die älteste, durchgängig bewohnte Stadt der Welt. Sie gilt als eine der sieben Heiligtümer des Hinduismus und liegt fast durchgängig am linken Ufer des Flusses Ganges, dem heiligen Fluss der Hindus und der Lebensader Indiens. Die Luft ist meist so diesig, dass man das gegenüberliegende Ufer des Ganges nur erahnen kann.

Varanasi ist eine Stadt, in die Hindus kommen, um zu sterben. Leichen werden quer durch die Stadt an das Ufer des Ganges getragen. Dort wird der Körper auf einen Scheiterhaufen gelegt und nach einer rituellen Verabschiedung angezündet. An Varanasis Flussufer liegen leblose Körper und ein Geruch von verbrannter Haut und Asche liegt in der Luft. Die Verbrennung eines menschlichen Körpers dauert viele Stunden. Die Asche der verbrannten Hindus wird anschließend ins Flusswasser gestreut. Manchmal landen auch nur halb verbrannte Körper im Wasser und werden nachts von Hunden am Ufer gefressen. Schwangere Frauen, Kinder und Saddhus („Heilige Männer“) werden nicht eingeäschert, sie werden im Ganges, mit einem Gewicht an den Beinen, versenkt.

Der große heilige Fluss Ganges gleicht einem dunkelgrauen, verdreckten und Krankheit bringenden Moloch, wenn er sich seinen Weg durch Varanasi bahnt. Und doch verehren Hindus das heilige Wasser, baden darin und trinken es. Wahrscheinlich keine andere Stadt in Indien ist so dreckig, überfüllt und zeitgleich so mystisch wie Varanasi. Ein Besuch in Varanasi verändert uns - unabhängig davon ob wir das wollen oder nicht - entweder verkrampft sich das Ego noch mehr und verzweifelt, oder es lässt los, und Frieden kehrt ein, jenseits aller scheinbaren Gegensätze.



Rapunzel - Neu verföhnt (Tangled)

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Themen: Intuition vertrauen, Wahrnehmung heilen, Selbst-Konzept und besondere Beziehungen berichtigen

"Dies ist die Geschichte meines Todes. Aber keine Angst, eigentlich ist sie ganz witzig, und eigentlich geht‘s ja auch gar nicht um mich. Es ist die Geschichte eines Mädchens namens Rapunzel und sie beginnt mit der Sonne. Also: Es war einmal ein kleiner Tropfen Sonnenlicht, der vom Himmel herabfiel. Und aus diesem kleinen Sonnentropfen wuchs eine magische, goldene Blume. Ihr Zauber konnte Kranke und Verwundete heilen ..."
(Filmzitat)

Rapunzel – Neu verföhnt (Originaltitel: Tangled; engl. für: Verheddert) ist ein US-amerikanischer Computeranimationsfilm von Nathan Greno und Byron Howard aus dem Jahr 2010. Er enthält Motive des Märchens Rapunzel der Brüder Grimm. Er lag mit Produktionskosten von mindestens 260 Millionen US-Dollar auf Platz zwei der teuersten Filme aller Zeiten.

Rapunzel: "Irgendetwas hat dich hierher geführt, Flynn Rider.
                  Nenne es wie du willst, Vorsehung, Schicksal …"

Flynn:      "Ein Pferd."
(Filmzitat)

Lass deine Haare runter und entkomme dem Gefängnis, das du selbst gemacht hast! Wenn wir den Mut haben, unserem Herzen zu folgen, wird der HEILIGE GEIST uns Menschen senden, die uns helfen, uns aus dieser Welt zu befreien. Der Wunsch anderen zu gefallen, in Rapunzels Fall der Mutter, hält sie von ihrer Berufung ab. Rapunzel hat eine Lüge gelebt. Sie muss lernen zu sehen, dass sie ihre Angst in ihre Mutter projiziert hat, und dann mutig die nächsten Schritte tun, unabhängig davon, was dabei auch immer raus kommen mag. Sie spürt eine innere Berufung, sich auszudehnen, zu strahlen, zu erforschen und sich anderen anzuschließen, doch die Stimme des Ego warnt sie davor, sich jemals außerhalb ihres Elfenbeinturms zu wagen.

Rapunzel:
"Blume leuchtend schön. Kannst so mächtig sein. Dreh die Zeit zurück. Gib mir, was einst war mein.
Blume leuchtend schön. Lass mich nicht allein. Halt das Schicksal auf. Gib mir, was einst war mein."

(Filmzitat)

Jahr für Jahr wird sie aufgefordert herauszufinden, warum Tausende von brennenden Laternen in den Nachthimmel fliegen. Sie ist sich intuitiv bewusst, dass es eine tiefere Bedeutung gibt, die ihre wahre Identität offenbaren könnte. Als sie den Sprung ins Vertrauen wagt, tauchen plötzlich mächtige Gefährten auf, um ihr zu helfen, sich ihrem mangelnden Vertrauen, der Verlassenheit und der Erlösung ihres Mutter-Tochter-Konzepts zu stellen. Ihr Wunsch, das Leben zu erfahren, die Wahrheit zu erkennen und ihr Herz für die Liebe zu öffnen, inspiriert die Menschen um sie herum, mit dem Wunsch ihres eigenen Herzens in Kontakt zu treten.

I See the Light

All those days watching from the windows
All those years outside looking in
All that time never even knowing
Just how blind I've been
Now I'm here blinking in the starlight
Now I'm here suddenly I see
Standing here it's all so clear
I'm where I'm meant to be

And at last I see the light
And it's like the fog has lifted
And at last I see the light
And it's like the sky is new
And it's warm and real and bright
And the world has somehow shifted
All at once everything looks different
Now that I see you

All those days chasing down a daydream
All those years living in a blur
All that time never truly seeing
Things, the way they were
Now she's here shining in the starlight
Now she's here suddenly I know
If she's here it's crystal clear
I'm where I'm meant to go

And at last I see the light
And it's like the fog has lifted
And at last I see the light
And it's like the sky is new
And it's warm and real and bright
And the world has somehow shifted
All at once everything is different
Now that I see you
Now that I see you

(Filmmusik - Mandy Moore, Zachary Levi)



Star Trek: Der erste Kontakt

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Themen: Selbstkonzept, Individualität loslassen, keine private Gedanken, wahre Identität entdecken

Star Trek: Der erste Kontakt ist ein US-amerikanischer Science-Fiction-Film aus dem Jahr 1996. Er ist der achte im fiktiven Star-Trek-Universum spielende Kinofilm. Die Geschichte, die sich auch auf Motive des Romans Moby-Dick von Herman Melville stützt, dreht sich zu einem bedeutenden Teil um Rache und der Angst vor Assimilation.

Die Borg, eine der meist gefürchteten Zivilisationen in der Galaxis, existieren als ein großes kollektives Bewusstsein. Jedes Borg-Wesen steht mit jedem anderen in Verbindung und teilt dessen Wissen und Erfahrung. Das oberste Ziel der Borg ist die Assimilation von anderen Wesen und Technologien in das Kollektiv. Außerdem hat das kollektive Bewusstsein einen interessanten Nebeneffekt. Borg sind quasi unsterblich. Nach dem Tod eines Borg-Wesens werden alle relevanten Erinnerungen vom Kollektiv gespeichert. Jedes assimilierte Wesen lebt im Kollektiv weiter, auch wenn dessen sterbliche Hülle längst vergangen ist.

Als Captain der U.S.S. Enterprise wird Jean-Luc Picard einige Jahre vor Beginn dieser Geschichte von den Borg entführt und auf einem ihrer würfelförmigen Raumschiffe gefangengehalten. Zwar wird Picard nach kurzer Zeit von der Mannschaft der Enterprise aus der Gefangenschaft der Borg befreit, er behält aber schreckliche Erinnerungen an seine Gefangenschaft und hasst die Borg. Captain Jean-Luc Picard ist ein wunderbares Beispiel für den Enneagramm Typ Eins.

Die Eins glaubt die Welt verbessern zu müssen. Sie strebt danach, Missstände - vor allem moralische - zu beseitigen, damit der menschliche Geist zutage treten kann. Sie setzt sich auch dann für höhere Werte ein, wenn das mit persönlichen Opfern verbunden ist. Jede Charakterfixierung hat ein Über-Ich, aber bei der Eins findet man den Richter, der über den Richter zu Gericht sitzt. Der zornige Drang der Eins nach Perfektion wird von der Angst genähert, sie könnte Unrecht haben. Das Thema der sozialen Eins ist Nicht-Anpassung. Diese Menschen sind bereit, für ihre moralischen Grundsätze einzustehen und sind auch bereit, sich nicht an bürokratische oder gesellschaftliche Normen anzupassen, weil sie sich nur ihrem eigenen inneren Richter verpflichtet fühlen. Daher widersetzt sich Picard auch dem Befehl seines vorgesetzten Admirals und greift in den Kampf gegen die Borg ein.

Die Borg assimilieren Wesen, um eine kollektive Identität aufzubauen und ständig zu erweitern. Die Föderation hingegen schätzt die Unabhängigkeit und die Freiheit des Einzelnen, sie schätzt eine persönliche Identität und versucht diese mit allen Mitteln zu bewahren. Beide Konzepte (kollektive Identität und persönliche Identität) setzen die Existenz eines privaten, und damit von Gott getrennten, Geists voraus und sind als solche nichts anderes als Illusionen. Alle Charaktere im Drehbuch sind gleich, egal ob es sich um einen Nachbarn, einen Star Trek Captain, einen Klingonen oder die Borg handelt. Jedes persönliche Konzept ist der Versuch, die Trennung durch einen Feind zu beweisen, und ist somit eine Verteidigung gegen die Wahrheit.

Es ist hilfreich, die Überzeugungen über die Borg und jede daraus entstehende Angst zu betrachten, da dies ein Spiegelbild der Angst des Egos vor Gott ist. Es ist ein Beispiel für die Angst, sich einem Bruder anzuschließen. Das Ego fürchtet das Konzept der Assimilation und den wahrgenommenen Verlust der Autonomie und versucht daher, sich vor dem Schrecken dieser Aliens zu schützen. Diese Ängste und Überzeugungen verschleiern nur das, was wahr ist: Es gibt keine Trennung und somit gibt es nichts, was assimiliert werden kann. Das Ego lebt im Glauben, dass der Sohn Gottes seine Freiheit verlieren könnte. Das Ego ist der unsichtbare Alien, der als falsch erkannt werden muss, um Seelenfrieden zu erfahren.

Gott garantiert, dass nur Freude das endgültige Ergebnis für alles sein kann. Es liegt jedoch an uns, wann dies erreicht ist. Wie lange lassen wir noch einen Alien (das Ego) erscheinen, der sich SEINEM Willen widersetzt? Und während wir glauben, dass dies real ist, werden wir nicht das Ende finden, das ER als Ergebnis aller Probleme, die wir wahrnehmen, aller Prüfungen, die wir sehen, und jeder Situation, der wir begegnen, festgelegt hat.

Nur wenn wir den Glauben an Trennung in Frage stellen, werden wir uns an wahre Freiheit und Freude erinnern, die immer gegenwärtig sind. Der göttliche Geist ist einzigartig und vereinigt und es gibt keinen anderen. Freuen wir uns über das Glück, sich an SEINEM Willen auszurichten.

* * *

Das Thema dieses Films ist zeitlos, denn das Ego inszeniert immer wieder den gleichen Kampf zwischen den scheinbaren Polen Kollektivismus und Individualismus. Wir haben in den letzten 50 Jahren einen Übergang von starken Gemeinschaften, also starken Kollektiven, zu starkem Individualismus erlebt. Wir hatten beispielsweise in der Zwischenkriegszeit und dann noch bis in die 70er Jahre eine starke Arbeiterbewegung, mit Gewerkschaften, mit eigenen Turn- und Sportvereinen und eigenen Jugend- und Kinderorganisationen. In diesen Organisationen wurde nicht nur auf nationaler, sondern auch auf internationaler Ebene Zusammenarbeit praktiziert und internationale Solidarität zum Ausdruck gebracht. Auch das Rettungs- und Feuerwehrwesen wurde teilweise von Arbeiterorganisationen zusätzlich zum bestehenden errichtet. So wurden in der Zwischenkriegszeit nicht nur der Arbeiter-Samariter-Bund Österreichs, sondern vereinzelt auch Arbeiter-Feuerwehren gegründet.

Seit den 70er Jahren stieg die Bedeutung von Individualität gegenüber Gemeinschaft immer stärker an. Die Moderne, die heute die Westliche Welt bestimmt, betont das Individuum im historischen wie auch im interkulturellen Vergleich außergewöhnlich stark. Diese starke Betonung des Individuums wird auch Individualismus genannt und steht im Gegensatz zum Kollektivismus.

Beides, sowohl die Abgrenzung von Gemeinschaften gegenüber anderen Gemeinschaften, als auch die Abgrenzung des Individuums gegenüber anderen Individuen, ist Teil der Illusion der Trennung, allerdings mit unterschiedlichen Konsequenzen. Als Teil einer Gemeinschaft unterliegen wir auch den Gesetzen dieser Gemeinschaft, aber gleichzeitig genießen wir auch den Schutz und die Sicherheit der Gemeinschaft. In schwierigen persönlichen Zeiten erfahren wir von einer starken Gemeinschaft Unterstützung. In einer vom Individualismus geprägten Zeit, sind wir zwar immer weniger Regeln und Pflichten gegenüber der Gemeinschaft ausgesetzt, sind allerdings gleichzeitig mutterseelenallein und ohne Unterstützung im Falle einer persönlichen Krise.

Dies bedeutet allerdings nicht, dass starke Kollektive besser wären als starke Individuen. Die starke Arbeiterbewegung in der Zwischenkriegszeit hat den Zweiten Weltkrieg auch nicht verhindert und auch die Nationalsozialisten waren ein starkes Kollektiv. Erlösung bedeutet zu erkennen, dass es weder andere Individuen noch andere Kollektive gibt, sondern dass es nur einen von UNS gibt und das wir EINS mit GOTT sind.



Sie liebt ihn - sie liebt ihn nicht (Sliding Doors)

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Themen: freier Wille, Täuschung, keine privaten Gedanken, Geheimnisse

Sie liebt ihn – sie liebt ihn nicht (Originaltitel: Sliding Doors) ist ein britisch-US-amerikanisches Liebesdrama aus dem Jahr 1998. Die Hauptrolle spielte Gwyneth Paltrow.

Wir können früher oder später aufwachen. Es ist unsere Entscheidung. Dieser Film bietet die Einsicht, dass freier Wille nicht bedeutet, dass wir den Lehrplan festlegen können, der in Vergebung und dem Loslassen vergangener Gedanken besteht. Nur die Zeit, die wir uns lassen, um die Lektion zu lernen, ist freiwillig. Es werden zwei Szenarien nebeneinander gezeigt, die jeweils durch eine geringfügige Änderung beim Versuch, einen Zug nach Hause zu erwischen, ausgelöst werden.

In einem Szenario wird eine Täuschung sofort aufgedeckt; in der anderen scheint die Täuschung zu verweilen und zu gären. Eine aufgedeckte Täuschung - also eine Enttäuschung - kann zunächst traumatischer erscheinen, doch eine solche Aufdeckung öffnet die Tür zur Heilung viel schneller, als wenn private Gedanken und Geheimnisse festgehalten und geschützt werden. Der Film zeigt in beiden Szenarien wie private Gedanken und Geheimnisse eine Beziehung belasten und zerstören.

Bitten wir doch um ein Ende der Selbsttäuschung und beobachten wir, wie plötzlich Wunder auf Schritt und Tritt geschehen. Liebe wartet auf unsere Bereitschaft, nicht auf unser Ausharren in der Zeit.
Seien wir also bereit, denn wir sind es wert.

So give me strength
To face this test tonight

(Turn Back Time - Aqua, Filmmusik)



Vergiss mein nicht!

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Themen: Vergangenheit vergeben, Macht der Gedanken

Vergiss mein nicht! (Originaltitel: Eternal Sunshine of the Spotless Mind) ist ein romantisches Drama von Michel Gondry aus dem Jahr 2004 mit Jim Carrey und Kate Winslet in den Hauptrollen. Obwohl der Film eine ziemliche Herausforderung ist, erhielt er bei den Academy Awards, BAFTA Awards und Golden Globe Awards 2005 mehrere Nominierungen und gewann unter anderem den Oscar für das beste Originaldrehbuch. 2016 landete Vergiss mein nicht! bei einer Umfrage der BBC auf Platz sechs der 100 bedeutendsten Filme des 21. Jahrhunderts.

Michel Gondry ist vielleicht der letzte Fantast des Kinos. Ihm geht es im Grunde um nichts anderes als das Aufzeigen des Unzeigbaren: die Windungen des Hirns, das innere Auge. Das ist der heimliche rote Faden seines Oeuvres.
(Peter Zander, deutscher Journalist und Filmkritiker)

Wie im Film, in Form der Audio-Kassette, haben auch wir schon am Beginn einer Beziehung unsere Urteile über den Anderen im Kopf. Die äußerst positiven Urteile der Verliebtheitsphase stellen sich bald als Illusion heraus. Am Schluss bleiben die negativen Urteile übrig und zerstören die Beziehung. Wir erkennen meist nicht, dass auch sie nur eine Illusion sind.

Das zentrale Thema des Films ist Vergebung. Dem Anderen seine Urteile über uns vergeben. Uns selbst alle Urteile über den Anderen vergeben. Uns selbst alle Urteile über uns selbst vergeben. Alle Urteile der Berichtigung übergeben und dem Anderen im JETZT - ohne Vergangenheit - begegnen, ist das Ziel unserer Seelenreise.

Radikale Vergebung ist erst möglich, wenn wir erkennen, dass nie eine Schuld entstanden ist, denn all unsere Urteile über den Anderen waren nur ein Irrtum. Wenn wir hingegen nicht vergeben, wiederholt sich die Vergangenheit, infolge privater Gedanken der Minderwertigkeit und des Zweifels, immer und immer wieder.

"Andauernd reden heißt noch lange nicht kommunizieren."
(Filmzitat)

Erst eine Änderung im Geist, über den Zweck einer Beziehung, bewirkt Veränderung. Erinnerungen an die Vergangenheit werden vom HEILIGEN GEIST gelöscht, wenn wir bereitwillig darum bitten - aber ohne diese Bereitschaft wird nichts gelöscht, im Sinne von berichtigt.

Sobald wir innerlich dem Prozess von ganzem Herzen zugestimmt haben, verzögert nur noch der Versuch, einige Erinnerungen zu verbergen, in dem Glauben, dass sie noch wertvoll sind, die Berichtigung. Am Ende ergeben wir uns dem göttlichen „Berichtiger“ vergangener Assoziationen und bedeutungsloser privater Gedanken, und die Bereitschaft, den CHRISTUS im Anderen zu sehen, bleibt gegenwärtig. Im JETZT spiegeln alle Beziehungen die Unschuld und Reinheit wider, die über die Lügen des Ego hinausgehen. Befreit von Besonderheit erscheint die heilige Beziehung als Zeugnis der Herrlichkeit Gottes und der einzigen Liebe die es gibt.

“How happy is the blameless vestal’s lot!
The world forgetting, by the world forgot.
Eternal sunshine of the spotless mind!
Each pray’r accepted, and each wish resign’d.”

"Wie glücklich ist das Los der tadellosen Vestalin!
Die Welt vergessend, von der Welt vergessen.
Ewiger Sonnenschein des makellosen Geistes!
Jedes Gebet angenommen, und jeder Wunsch aufgegeben."
(Vestalin = Dienerin Gottes)

(Alexander Pope, Eloisa to Abelard, 1717)



Inception

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Themen: Bewusstsein des Träumens, besondere Beziehungen, Schuld, Scham, Geheimnisse

Inception ist ein US-amerikanischer Science-Fiction-Heist-Film aus dem Jahr 2010 und der siebte Spielfilm des britisch-US-amerikanischen Regisseurs Christopher Nolan, der auch das Drehbuch verfasste und als Produzent fungierte.

Der Film, der von Kritikern für die ungewöhnlich komplexe und originelle Handlung gelobt wurde, wurde unter anderem mit vier Oscars geehrt, viermal für den Golden Globe Award nominiert und erhielt Preise bei den Broadcast Film Critics Association Awards und den British Academy Film Awards. Für die musikalische Untermalung von Inception war der deutsche Komponist Hans Zimmer verantwortlich.

Der Protagonist Dominick Cobb, gespielt von Leonardo DiCaprio, hat sich darauf spezialisiert, während eines Traumes wertvolle Informationen aus dem Unbewussten der Opfer zu stehlen. Nach einem gescheiterten Auftrag erhält Cobb die Aufgabe, eine Inception, das Einpflanzen eines Gedankens in das Unterbewusstsein eines Opfers, durchzuführen.

"Ein Gedanke ist wie ein Virus, resistent, hochansteckend
und die kleinste Saat eines Gedanken kann wachsen.
Er kann dich aufbauen oder zerstören."

(Filmzitat)

Die Hauptfigur in diesem Film will, wie der verlorene Sohn im berühmten Gleichnis der Bibel, nach Hause. Ein Team wird gebildet, um ihm dabei zu helfen. Im Leben treffen wir auf Menschen, die Teil unseres Teams zu sein scheinen, und uns dabei helfen, die Irrtümer in unserem Geist aufzudecken - die unerlöste Schuld, durch den Missbrauch von Erinnerungen. Wir müssen mit dem Thema Schuld in unserem Geist in Kontakt kommen, um dann, diese Idee der Schuld, Stück für Stück durch Vergebung zu heilen.

„Wir erschaffen und nehmen unsere Welt gleichzeitig wahr.“
(Filmzitat)

Ein Traum in einem Traum, in einem Traum, hilft uns zu vergessen, dass wir träumen. Der Traum ist wie ein Labyrinth, aber es gibt einen Ausgang! Wir sind die Architekten des Traums, und alles im Traum ist ein Symbol. Jede Person im Traum ist eine Projektion des Unbewussten und wird entsprechend der Rolle reagieren, die wir ihr zugewiesen haben.

„Sie war besessen … von einem Gedanken.
Dieser eine, sehr einfache Gedanke, der alles verändert hat:
Dass unsere Welt nicht real ist, dass sie nur aufwachen müsste, um in die Realität zu gelangen."

(Filmzitat)

Unser Geist ist bereit, symbolisiert im Erscheinen mächtiger Gefährten, den Fahrstuhl in die Tiefen des Geistes zu nehmen, um alle Illusionen ans Licht zu bringen. Im Keller eingesperrt wartet auf uns unbewusste Schuld, die so lange anhält, bis wir uns mit ihr konfrontieren und sie vergeben. Indem wir die Selbstbeschuldigung vergeben, stellen wir fest, dass wir nie wirklich jemandem geschadet haben. Wenn wir die zunehmende Freiheit der Vergebung erleben, helfen wir anderen, sich daran zu erinnern, dass auch sie träumen.

"Wir sollten keine Angst davor haben von Größerem zu träumen, Darling!"
(Filmzitat)

Als die Spieler des dunklen Traums zum glücklichen Traum erwachen, stimmen sie einander in stiller Anerkennung zu. Es war nur ein Traum; es schien so real. Wir wachen auf und gehen nach Hause! Die Tore, die einst verschlossen schienen, öffnen sich jetzt mühelos. Wir sehen endlich das Angesicht unserer wahren Unschuld und vereinen uns wieder mit der LIEBE. Und doch ist auch der glückliche Traum immer noch ein Traum. Noch größere Freude erwartet uns, wenn GOTT für uns den letzten Schritt macht und uns in die EINHEIT zurückruft.

"Ich bin gekommen, um Sie an etwas zu erinnern ...
etwas, das Sie früher wussten."

(Filmzitat)



Solaris

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Themen: Vergebung, Loslassen, Macht der Gedanken, Loslassen von Individualität, Zeit, Akzeptanz der Unschuld

Solaris ist eine Verfilmung des Science-Fiction-Romans Solaris des polnischen Autors Stanisław Lem durch Steven Soderbergh aus dem Jahr 2002. Es handelt sich um die zweite Verfilmung des Romans, nach dem berühmt gewordenen Film von 1972, bei dem Andrei Tarkowski Regie führte.

Soderbergh präsentiert kein Remake des Tarkowski-Klassikers, sondern eine zweite, eigene Kino-Sicht auf den Roman von Stanislaw Lem. Dieser Film ist einer der besten spirituellen Lehrfilme überhaupt. Er enthält alles was es zu verstehen gibt und verweist weit darüber hinaus.

Chris Kelvin: "Können Sie mir sagen was hier passiert?"
Snow: "Ich könnte Ihnen sagen was hier passiert. -
Aber - ob - Ihnen das wirklich sagen würde was hier passiert?
"
(Filmdialog)

Schon der Titel ist eine wundervolle Metapher. “Solar” bedeutet auf die Sonne, als göttliche Kraft, bezogen, die Sonne repräsentierend und somit bedeutet “Solar is” LICHT IST im Sinne von GOTT IST.

Wir sind auf einer Reise zur Erfahrung der vollkommenen Vergebung. Vergangene Assoziationen sind Gedanken, die immer wieder ins Bewusstsein zurückkehren, bis klar wird, dass "ich mich falsch an sie erinnert habe".

Als sich sein Raumschiff dem Planeten Solaris nähert, hat der Psychologe Chris Kelvin (George Clooney) das Gefühl, dass das Ego vernichtet und vollständig von Solaris übernommen wird. Sein persönliches Selbst bröckelt. Solaris ist das Symbol des göttlichen Lichts, dass alles eins ist und alles Liebe ist, und darin gibt es keine Wahrnehmung von Individualität. Für das Ego ist die göttliche Einheit der Tod, weil es das Bewusstsein ist, dass es kein Ego gibt. Menschen repräsentieren Unvollständigkeit und Tod, bis ihnen vergeben wird, und in der Vergebung bleiben nur Freude und Liebe.

Chris kennt Wunden und Traumata. In seinen Gruppentherapien sitzen Leute, die verstört und gequält sind von den Nachwirkungen einer offenbar nicht weit zurückliegenden Katastrophe, die nie benannt wird. Aber da der Film im November 2002 veröffentlicht wurde, drängt sich uns da sofort ein Datum im September 2001 auf. Und persönlich hat Chris den Tod seiner Frau noch nicht verwunden. Doch plötzlich wird Chris als Nothelfer auf eine Raumstation gerufen, um den Planeten Solaris zu beobachten und zu untersuchen. Solaris repräsentiert das göttliche Gesetz, dass Geben und Empfangen dasselbe sind. Für Chris ist es eine Rettungsmission, denn auf der Raumstation scheinen seltsame Dinge zu passieren, die niemand erklären kann. Je näher er Solaris kommt, desto mehr erlebt er das göttliche Gesetz. Obwohl seine Frau vor Jahren Selbstmord begangen hat, er aber immer noch an sie denkt, manifestiert sie sich.

Rheya Kelvin: "Versteht Du denn nicht, ich entstamme Deiner Erinnerung an sie. Da liegt das Problem, ich bin keine vollständige Person. In Deinem Gedächtnis bestimmst Du alles. Also selbst wenn Deine Erinnerung Dich einmal trügt, ist es mir vorbestimmt sie wahr werden zu lassen. Ich bin selbstmordgefährdet weil ich Dir so im Gedächtnis bin. Meine Stimme, sie klingt wie sie klingt, weil sie Dir so im Gedächtnis ist. Ich glaube nicht das es uns vorbestimmt ist unsere Vergangenheit zu wiederholen. Ich glaube wir können uns auch für einen anderen Weg entscheiden."
(Filmdialog)

Solaris lehrt uns, dass Ursache und Wirkung eins sind. Wenn wir die falsche Ursache in unserem Geist loslassen, lösen wir uns auch von allen Auswirkungen - Schmerz, Leiden und Verärgerung - die eine Folge dieser Ursache zu sein schienen. Das ist es, was wahre Vergebung wirklich ist. Wenn wir den Glauben wirklich vergeben, dass wir jemals außerhalb des Geist Gottes existieren konnten, herrscht Unschuld. Wir erkennen, dass wir nie etwas falsch gemacht haben und alles vergeben ist, weil es in der Realität nie passiert ist!

"Du glaubst Du träumst mich."
"Du bist nicht Gibarian."
"Nein? Wer bin ich dann?"
"Eine Marionette."
"Du etwa nicht? Vielleicht bist Du meine Marionette. Aber du glaubst wie alle Marionetten
du wärst ein Mensch. Das ist der Traum jeder Marionette: Mensch zu sein."

(Filmdialog)

Solaris ist der ultimative Film zum Thema Vergebung. Es ist nicht Vergebung, wie die Welt sie lehrt, nämlich zu glauben, dass jemand etwas falsch gemacht hat und wir einen Weg finden müssen, ihn trotzdem zu segnen. Mit wahrer Vergebung beginnen wir zu erkennen, dass wir uns bei allem, was wir jemals wahrgenommen haben, geirrt haben. Dies öffnet das Tor zur Heilung, das Tor zur wahren Freiheit.

And death shall have no dominion

And death shall have no dominion.
Dead men naked they shall be one
With the man in the wind and the west moon;
When their bones are picked clean and the clean bones gone,
They shall have stars at elbow and foot;
Though they go mad they shall be sane,
Though they sink through the sea they shall rise again;
Though lovers be lost love shall not;
And death shall have no dominion.

And death shall have no dominion.
Under the windings of the sea
They lying long shall not die windily;
Twisting on racks when sinews give way,
Strapped to a wheel, yet they shall not break;
Faith in their hands shall snap in two,
And the unicorn evils run them through;
Split all ends up they shan't crack;
And death shall have no dominion.

And death shall have no dominion.
No more may gulls cry at their ears
Or waves break loud on the seashores;
Where blew a flower may a flower no more
Lift its head to the blows of the rain;
Though they be mad and dead as nails,
Heads of the characters hammer through daisies;
Break in the sun till the sun breaks down,
And death shall have no dominion.

(Dylan Thomas, 1914-1953)


Und dem Tod soll kein Reich mehr bleiben

Und dem Tod soll kein Reich mehr bleiben.
Die nackten Toten die sollen eins
Mit dem Mann im Wind und im Westmond sein;
Blankbeinig und bar des blanken Gebeins
Ruht ihr Arm und ihr Fuß auf Sternenlicht.
Wenn sie irr werden solln sie die Wahrheit sehn,
Wenn sie sinken ins Meer solln sie auferstehn.
Wenn die Liebenden fallen - die Liebe fällt nicht;
Und dem Tod soll kein Reich mehr bleiben.

Und dem Tod soll kein Reich mehr bleiben.
Die da liegen in Wassergewinden im Meer
Sollen nicht sterben windig und leer;
Nicht brechen die die ans Rad man flicht,
Die sich winden in Foltern, deren Sehnen man zerrt:
Ob der Glaube auch splittert in ihrer Hand
Und ob sie das Einhorn des Bösen durchrennt,
Aller Enden zerspellt, sie zerreißen nicht
Und dem Tod soll kein Reich mehr bleiben.

Und dem Tod soll kein Reich mehr bleiben.
Keine Möwe mehr darf ins Ohr ihnen schrein
Keine Woge laut an der Küste versprühn;
Wo Blumen blühten darf sich keine mehr regen
Und heben den Kopf zu des Regens Schlägen;
Doch ob sie auch toll sind und tot wie Stein,
Ihr Kopf wird der blühende Steinbrech sein,
Der bricht auf in der Sonne bis die Sonne zerbricht,
Und dem Tod soll kein Reich mehr bleiben.

(Übersetzt von Erich Fried)



Doctor Strange

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Themen: Angst vor Liebe, Selbstbild, Ebenenverwechslung, Berichtigung, Transformation

Doctor Strange ist ein US-amerikanischer Superheldenfilm aus dem Jahre 2016, der im Marvel Cinematic Universe angesiedelt ist. Protagonist ist die titelgebende Figur Dr. Stephen Strange, die auf der gleichnamigen Figur der Marvel Comics basiert. Scott Derrickson übernahm die Regie. Der Protagonist wird von Benedict Cumberbatch dargestellt. Der Film erhielt eine große Zahl von Nominierungen und Auszeichnungen.

Wir lieben Geschichten in denen der Protagonist eine radikale Charakter-Transformation erfährt. Dafür braucht es immer eine dramatische Wendung im Leben. In Doctor Strange ist es der erfolgreiche und äußerst arrogante Neurochirurg Dr. Stephen Strange, der von einem verheerenden Schicksalsschlag getroffen wird. Bei einem Autounfall erleidet der Erfolgsmensch, der sich selbst für einen Gott in Weiß hält, schwere Verletzungen. Dabei werden ihm auch die Nerven in den Händen durchtrennt, sodass er nie wieder operieren können wird. Kein Arzt kann oder will ihm helfen. Auch das Verhältnis zu seiner Kollegin Christine Palmer geht in die Brüche. Verzweifelt sucht Strange nach Möglichkeiten, seine Hände zu heilen. Doch klinisch ist ihm nicht zu helfen.

Hier beginnt nun seine spirituelle Reise. Auf der Suche nach der Quelle einer Wunderheilung trifft Strange in Nepal, in Kathmandu, in der Tempelanlage Karmar-Taj, auf eine Weise mit Namen «die Älteste». Karmar-Taj ist allerdings kein fernöstliches Heilungszentrum, sondern ein Ort des Übersinnlichen. Davon fasziniert bittet Strange um Unterweisung in die magische Lehre.

[Dr. Strange bekommt einen Zettel mit der Aufschrift “Shambala”.]
Dr. Strange: "Was ist das? Mein Mantra?"
Mordo: "Das WLAN Passwort … wir sind keine Wilden."
(Filmzitat)

Die Älteste zögert zunächst, den arroganten Arzt als Zögling aufzunehmen, lässt sich aber von Meister Mordo umstimmen, der das Potenzial erkennt, das in Strange steckt. Doch noch stimmt die Einstellung des ehemaligen Chirurgen nicht, der einzig auf körperliche Genesung aus ist. Ihm fehlt der offene Geist und so ist es noch ein langer Weg bis er lernt, dass es nicht um körperliche Heilung geht, sondern um eine radikale Transformation auf der Ebene des Geistes.

Die Älteste: “Sie glauben zu wissen, wie die Welt funktioniert? Sie glauben, dieses materielle Universum wäre alles, was es gibt? Was ist real? Welche Geheimnisse liegen jenseits der Grenzen ihrer Sinne? Auf dem Pfad der Existenz treffen Verstand und Materie aufeinander. Formen, Realität ... das Universum ist nur eines von unendlich vielen Welten, die endlos sind, einige gütig und lebensspendend, andere voller Bosheit und Hunger. ... Wer sind sie, in diesem unermesslichen Universum?”
(Filmzitat)

Wer wollen wir sein? Ein von Krankheit, Verfall und Tod bedrohter Körper oder der SOHN GOTTES? Nur die Erlösung, die Berichtigung auf der Ebene des Geistes, bringt wahre Heilung. Wahre Heilung ist auf der Ebene des Körpers nicht zu finden.



Matrix

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Themen: sich in geeinter Absicht verbinden, Gedankentraining, falsche Wahrnehmung, Erwachen

Matrix ist ein Science-Fiction-Film aus dem Jahr 1999. Regie führten die Wachowskis, die auch das Drehbuch schrieben. Die Hauptrollen spielten Keanu Reeves, Laurence Fishburne, Carrie-Anne Moss und Hugo Weaving. Bei der Oscarverleihung 2000 gewann der Film in vier Kategorien einen Preis: Bester Schnitt, Bester Tonschnitt, Bester Ton und Beste visuelle Effekte.

Der durch den Film bekannt gewordene Bullet-Time-Effekt - ein spezielles Verfahren der Zeitlupenfotografie - wurde in Matrix durch 122 Spiegelreflex - und 2 Filmkameras realisiert. Die Kameras wurden rund um eine Szene auf Schienen geschraubt und synchronisiert ausgelöst. So kann diese Szene verlangsamt, gestoppt oder rückwärts abgespielt werden, während eine Kamerafahrt in dieser scheinbar zeitverlangsamten Welt möglich ist. Für in der Matrix spielende Szenen wurde ein grüner, für in der Realität spielende Szenen ein blauer Farbfilter eingesetzt, der die jeweiligen Szenen entsprechend leicht einfärbt.

Auffallend sind die über den Horizont üblicher Actionfilme hinausgehenden philosophisch-theologischen Inhalte mit Elementen und Anleihen bei der Erkenntnistheorie (siehe z. B. Platons Höhlengleichnis), des Gnostizismus, Zen-Buddhismus, Hinduismus (Schleier der Maya) und der Analogie der Handlung zum Neuen und Alten Testament.

"Bedenke! Alles, was ich dir anbiete, ist die Wahrheit. Nicht mehr."
(Filmzitat)

In der Wohnung des Orakels ist ein Schild über der Tür mit der lateinischen Inschrift Temet Nosce zu sehen, was auf Deutsch so viel wie „Erkenne dich selbst“ bedeutet, eine aus der griechischen Philosophie stammende Maxime (Gnothi seauton).

Die drei Buchstaben des Namens Neo ergeben auch das Wort One - der EINE.

"Es ist die Frage, die uns keine Ruhe lässt. Es ist die Frage, die dich hergeführt hat. Du kennst die Frage, genau wie ich. Was ist die Matrix? Die Antwort ist irgendwo da draußen, sie ist auf der Suche nach dir und sie wird dich finden, wenn Du es willst."
(Filmzitat)

Du bist der EINE! Befreie deinen Geist von einer Welt der Kontrolle, die auf Beschränkungen und Angst basiert. Die Matrix ist überall, denn die Matrix umfasst alle Erscheinungen und Bilder, die wir wahrzunehmen scheinen. Was wäre, wenn wir nicht wüssten, dass wir träumen? Was wäre, wenn wir den Unterschied zwischen dem Traum und der realen Welt nicht erkennen könnten? Die Matrix ist unser scheinbar digitales "Selbst", ein projiziertes Bild eines mentalen Konstrukts namens Ego. Die Matrix ist ein Konstrukt, das mit allen möglichen falschen Vorstellungen von Angriff und Verteidigung beladen zu sein scheint.

"Du kennst die Welt da draußen. Du kennst ihre Irrwege. Und ich weiß, dass du die nicht gehen willst!"
(Filmzitat)

Eine Wahl (Verteidigung des Egos) führt zu einer anhaltenden Gefangenschaft unseres Geistes und wir scheinen zu schlafen und von der Matrix zu träumen. Eine andere Wahl (HEILIGER GEIST) zeigt uns, wie tief der Kaninchenbau (Verweis auf Alice im Wunderland) geht und befreit unseren Geist, um die Illusion zu vergeben und UNSERE EINHEIT zu erkennen. Folgen wir also dem weißen Kaninchen (HEILIGER GEIST).

"Dies ist deine letzte Chance, danach gibt es kein Zurück! Schluckst du die blaue Kapsel, ist alles aus. Du wachst in deinem Bett auf und glaubst an das was du glauben willst. Schluckst du die rote Kapsel, bleibst im Wunderland und ich führe dich in die tiefsten Tiefen des Kaninchenbaus!"
(Filmzitat)

Niemand kann uns sagen, was die Matrix ist, wir müssen es selbst herausfinden und nach innen zur Erfahrung unseres wahren CHRISTUS-SELBST geführt werden. ER kann uns die Tür zeigen (Vergebung), aber wir müssen durch sie gehen.

Morpheus zu Neo:
"Ich kann dir die Tür nur zeigen,
hindurchgehen musst du alleine."

(Filmzitat)

Wir sind der Retter der Welt, wenn wir unseren Geist vom Ego-Gedankensystem und seinen Beschränkungen befreien. Es gibt nichts zu befürchten. Unser Schicksal ist sicher. Wir sind der EINE. Niemand kann scheitern, der versucht, die Wahrheit zu erreichen.

“Neo, genau wie ich, wirst Du irgendwann einsehen,
dass es ein Unterschied ist, ob man den Weg nur kennt,
oder ob man ihn beschreitet.“

(Filmzitat)



Die Insel

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Themen: den wahren Zweck finden, gemeinsame Absicht, Folgen, wahre Identität entdecken, Ungerechtigkeit, Täuschung, Perfektionismus, Erwachen

Die Insel (Originaltitel: The Island) ist ein US-amerikanischer Science-Fiction-Film von Michael Bay aus dem Jahr 2005. Die Hauptrollen spielten Ewan McGregor und Scarlett Johansson. Der Film wurde vielfach kritisiert. In den USA wurde mehrfach die massive Produktplatzierung kritisiert. So wird unübersehbar für mehrere große Sportartikel- und Kommunikationskonzerne geworben. Wenn wir den Film aus rein weltlicher Sicht betrachten, lässt sich vieles kritisieren und noch viel mehr missverstehen. Aber wenn wir die Symbolik betrachten ist es ein Film, der mit vielen guten Ideen, starken Darstellern und dem Verzicht auf unnötige Komik oder übertriebenes Pathos auf das Erwachen aus der Ego-Illusion verweist.

"Was sind wir?"
"Oh, Mann. Wieso muss ich derjenige sein, er euch erzählt, dass es keinen Weihnachtsmann gibt."

(Filmzitat)

Die Insel ist ein phantastischer metaphysischer Film, der den Prozess des Erwachens zeigt, von einem Zustand der Täuschung bis hin zur Erkenntnis, dass das, was als Leben angesehen wurde, gar nicht wirklich Leben war. Eine Gesellschaft von Männern und Frauen, die von Geburt an betrogen werden, müssen in diesem Sci-Fi-Actionfilm ihre wahre Identität entdecken. Die Hauptcharaktere sind in einer Zweckbeziehung verbunden, in der sie ihren Eingebungen folgen müssen und dabei immer intuitiver und entschlossener werden, um die Versuche des Egos zu überwinden, sie daran zu hindern, die Dunkelheit zu enthüllen. Es zeigt die Versuchung des Egos, sich zurückzuziehen und einen sicheren Hafen zu errichten, und den Ruf des GEISTES, die Liebe auf jeden auszudehnen, indem er tief in den Geist eindringt und den Hauptschalter umlegt, der die Illusion des Egos vollständig auflöst, so dass das Licht durchscheinen und jeden befreien kann. Wenn sich jeder dem Licht öffnet, schließen sich sogar diejenigen, die ehemals als Feind erschienen sind, der Feier der Unschuld und Freiheit an.



Die Frau des Zeitreisenden

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Themen: Das Drehbuch ist geschrieben, Loslassen, Tod, Heiraten, Heilige Beziehung, Hingabe, Akzeptanz, Liebe

Die Frau des Zeitreisenden (The Time Traveler’s Wife) ist ein im Jahre 2003 erschienener Roman der US-amerikanischen Autorin Audrey Niffenegger. Der Roman erzählt eine unkonventionelle Liebesgeschichte um einen Mann mit einem seltenen genetischen Defekt, der dazu führt, dass er spontan durch die Zeit reisen muss. Bei seinen Zeitreisen lernt er ein kleines Mädchen kennen, dessen Leben er fortan begleitet und das dann auch seine Frau wird.

Der Roman handelt von Henry DeTamble (geboren 1963) und seiner Frau Clare Abshire (geboren 1971). Henry leidet an einem seltenen genetischen Defekt, „Chrono-Impairment“ genannt, der ihn dazu zwingt, immer wieder von neuem spontan durch die Zeit zu reisen. Er kann diesen Effekt nicht beeinflussen, allerdings scheint er durch sein Unbewusstes gebunden zu sein, da er meistens an Orten landet, an denen er schon einmal war bzw. zu denen er noch kommen wird. Viele gewöhnliche Dinge wie Stress können Henrys Zeitreisen auslösen.

New Line Cinema verfilmte 2009 Die Frau des Zeitreisenden. Die Regie, der Verfilmung mit Eric Bana und Rachel McAdams, führt der deutsche Filmregisseur und Drehbuchautor Robert Schwentke.

Ein seltener Film, der wunderschön zeigt, dass Liebe jenseits der Zeit stattfindet. Die Hauptfigur bewegt sich durch die Zeit und erlebt verschiedene Teile seines Lebens, die sich um eine Beziehung drehen. Die Partnerschaft in diesem Film ist eine, in der Erwartungen ständig entzaubert werden. Für das Ego ist es ein Schock, wenn ein Partner immer wieder verschwindet, und in diesem Film kann es jederzeit passieren. Jeder Wunsch nach einer normalen (besonderen) Beziehung, führt zu Enttäuschungen. Die einzige Möglichkeit, alles wahrzunehmen, besteht darin, sich der LIEBE zu öffnen, die Zeit, Raum und Körper vollständig transzendiert.

Gleichzeitig gilt es zu akzeptieren, dass das Drehbuch schon geschrieben ist und nur Hingabe und Akzeptanz zur Freiheit in LIEBE führen.

Clare: "Du hast mich reingelegt. Du bist zu der Wiese gekommen und hast einem kleinen Mädchen das Herz und den Verstand verwirrt. Glaubst du etwa ich hab mir dieses Leben gewünscht? Diesen Mann, der verschwindet ohne irgendeine Vorwarnung! Denkst du, irgendjemand wünscht sich das?! Wer will denn das?"
Henry: "Du hast die Wahl."
Clare: "Ich hatte nie die Wahl.“
(Filmzitat)



Mr. Nobody

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Themen: Weckruf, Selbstbild, Erwachen, das Drehbuch ist geschrieben, Quantenphysik, Zeit

Mr. Nobody ist ein Film des Regisseurs und Drehbuchautors Jaco Van Dormael aus dem Jahr 2009.

"Van Dormaels Werk ist zwar eine Zumutung, aber eine kluge und faszinierende Zumutung. Wenn man aus dem Kino zurück ins Tageslicht tritt, fühlt man sich so, wie sich amerikanische Touristen fühlen müssen, nachdem sie ganz Europa in zweieinhalb Tagen besichtigt haben: überwältigt und ein bisschen verwirrt.“ (SPIEGEL online)

Der Film hat eine psychedelische Wirkung. Es lohnt sich nach dem Film möglichst bewusst zu bleiben und still zu sein. Der Name des Protagonisten Nemo bedeutet von hinten gelesen Omen - welch ein bemerkenswertes Symbol.

"Alles, was Sie erzählen, ist widersprüchlich.
Von all diesen Leben, war welches ... welches war das Richtige?"
„Jedes war das Richtige.“

(Filmzitat)

Dieser Film untersucht die Grundüberzeugung, dass wir glücklich werden können, wenn wir die richtigen Entscheidungen im Leben treffen. Wir können es nicht, es ist unmöglich. Der Glaube, dass wir echte Entscheidungen treffen könnten, wird vom Ego sehr geschätzt und lässt uns nach persönlichem Glück streben. Mr. Nobody zeigt uns, dass es nicht wahr ist, dass der freie Wille auf Erden eine große Illusion ist. Alle Entscheidungen dieser Welt werden im Versuch, Gott zu verleugnen, getroffen. Keine von ihnen ist echt. Sie sind alle bedeutungslose Ablenkungen, und alle führen zum selben Punkt: zum Tod.

Nemo Nobody agiert mehrere Lebensskripte aus. Schon früh muss sich der Junge Nemo entscheiden, ob er bei seinem Vater oder seiner Mutter leben möchte. Wir sehen, dass jede dieser Entscheidungen getroffen wird, in mehreren Lebensszenarien mit mehreren Lebenspartnerinnen. Sie alle machen ihn aber nicht wirklich glücklich. Gäbe es wohl noch bessere Entscheidungen? Nein - alle Entscheidungen auf der Ebene der Person, außer jener für die Stimme Gottes, führen nicht zu dauerhaftem Glück, sondern zum Tod.

Die Szenarien von Nemos Leben, mit drei verschiedenen Partnerinnen, wurden im Film so geschnitten und aufgespalten, dass die lineare Perspektive aufgehoben wird. Diese Montage ist meisterhaft arrangiert, um so unseren Geist davon abzuhalten, die Welt zu verstehen. Wir bekommen ein Gefühl für die Ego-Manipulation von Bildern im irregeführten Verstand, wie wir sie erfinden und mit falschen Ursache-Wirkungs-Assoziationen verbinden. Dieses Hamsterrad der Bilder ist einfach ein Trick, um uns von der ganzheitlichen Wahrnehmung des Geistes abzulenken.

In einer Szene hält der erwachsene Nemo einen Vortrag darüber, wie sich die Zeit laut Physik genau so leicht rückwärts, wie vorwärts bewegen kann. Unsere geistige Fixierung auf die lineare Zeit kann sich mit Hilfe eines neuen Verständnisses von Zeit und Raum allmählich lockern. Wir können spüren, dass die lineare Zeit nur ein Konstrukt ist, das die Gleichzeitigkeit verdeckt. Das Ego erzeugt die Illusion einer linearen Zeit, damit wir es vermeiden wahre Freiheit zu akzeptieren, denn wenn wir wahre Freiheit akzeptieren, ist das Ego aus dem Rennen.

In Ein Kurs in Wundern lernen wir, dass Wunder die Zeit kollabieren lassen, dass Zeit in den Heiligen Augenblick transzendiert wird. Wenn wir die lineare Zeit und die Bindung an Besonderheiten im Geist berichtigen, erheben wir uns zur Träumer-des-Traums-Perspektive. Dies ist die Erfahrung, die uns Freiheit und Glück bringt, genau wie bei Nemo am Ende des Films! Wir werden den ganzen Weg NACH HAUSE zum VATER nur noch lachen!



Lucy

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Themen: Erwachen, heilige Beziehung, Zeit, mächtige Gefährten, das Drehbuch ist geschrieben, wahre Wahrnehmung, Bewusstsein des Träumens, Vergebung, Erleuchtung

Lucy ist ein französischer Action- und Science-Fiction-Film des Regisseurs Luc Besson aus dem Jahr 2014 mit Scarlett Johansson und Morgan Freeman in den Hauptrollen.

Der Name Lucy ist eine Methapher im doppelten Sinn. Lucy (auch: Dinkinesh, amharisch für: Du Wunderbare) ist der Name des fossilen Teilskeletts eines weiblichen Individuums des Vormenschen Australopithecus afarensis, das 1974 in Äthiopien gefunden wurde. Das Fossil ist nach dem Lied Lucy in the Sky with Diamonds von den Beatles benannt, das 1967 auf der Platte Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band veröffentlicht wurde. Der Titel, der sich mit LSD abkürzen lässt (Lucy in the Sky with Diamonds), und der Liedtext, der eine farbenfrohe und traumhafte Phantasiewelt beschreibt, thematisiert das Halluzinogen LSD.

Lucy ist einer jener Filme der eine tiefe spirituelle Botschaft zu vermitteln sucht, so gut es mit Bildern und Tönen eben möglich ist. Genau aus diesem Grund lässt er sich auch auf die verschiedenste Art und Weise missverstehen. Die Welt an sich und damit auch die Welt im Film ist nur Symbol.

Die Idee von den ungenutzten Gehirn Kapazitäten, die im Film verwendet wird, ist daher auch nur als Symbol für unser Bewusstsein zu verstehen und nicht als biologische Tatsache. Nicht das Organ Gehirn ist entscheidend, unsere Bewusstseinsentwicklung ist entscheidend. Der Zehn-Prozent-Mythos ist nachweislich falsch. Der Neurologe Barry Gordon beschrieb den Mythos als „lächerlich falsch“ und fügte hinzu: „… wir benutzen praktisch jeden Teil des Gehirns und es ist fast die ganze Zeit aktiv.“

Es gibt im Film eine Unmenge an Toten und es fließt jede Menge Blut. Daher ist es wichtig dir den Film nur dann anzusehen, wenn du in der Lage bist, dich auf die Symbolik zu konzentrieren und dich nicht zu sehr von der Form ablenken lässt. Insofern ist der Film auch eine wunderbare Übung genau dafür.

"Wir benutzen Symbole, um unsere Welt auf menschliche Größe zu reduzieren, damit sie verständlich ist. Wir haben ein System erschaffen, dass uns das Unergründliche vergessen lässt."
(Filmzitat)

Wer wir sind, ist SEIN bevor es Zeit gab. Die Zeit ist ein Konzept, das geschaffen wurde, um die Existenz des Menschen innerhalb einer Illusion zu messen und ihm somit "Realität" zu verleihen. Die Materie wird durch das Denken im Glauben an die körperliche Identität und das Bedürfnis danach zusammengehalten.

"Ohne die Zeit existieren wir nicht."
(Filmzitat)

Der Geist kann nicht sterben. Der Geist ist ewig und befindet sich jenseits des Bereichs von Zeit und Raum. Wenn sich das Bewusstsein des Selbst über die begrenzte körperliche Identität hinaus ausgedehnt hat, liegen Zeit und Raum buchstäblich in den Händen des Wunder-Wirkenden.

"Ich war genau wie ihr, verletzbar, unsicher, hatte Angst vor dem Tod
... dann hat sich alles geändert."

(Filmzitat)

Als Lucy im Alptraum des Drogenhandels landet, scheint es die schlimmste Situation zu sein, die man sich vorstellen kann. Ein Päckchen Drogen wird ihr chirurgisch in den Magen implantiert, und als es auszulaufen beginnt, erlebt sie eine Bewusstseinsveränderung, die sie bis zur totalen Transzendenz vom menschlichen Bewusstsein zum reinen Bewusstsein führt.

Wenn der Geist völlig in der Gegenwart fokussiert ist und sich des SELBST bewusst ist, hört das Umherschweifen des Geistes auf. Wenn wir wissen, wer wir sind, wünschen oder begehren wir nichts von dieser Welt, und deshalb gibt es nichts zu befürchten. Nichts kann verloren gehen, wenn das, was wir sind, ist alles. Dies ist vollkommene Furchtlosigkeit.

"Der Tod ist relativ."
(Filmzitat)

Alles, was das Bewusstsein des Selbst und die völlige Freiheit blockiert, sind Hindernisse: Glaubenssätze und Gedanken. An einem bestimmten Punkt auf der spirituellen Reise fallen alle Hindernisse weg - sie können nicht mehr als real geglaubt werden, wenn das Gewahrsein des SELBST da ist, denn "nichts Wirkliches kann bedroht werden". Was wir sind, kann nicht sterben.

Im Fluss der wahren Absicht des GEISTES ist alles einfach und absolut fokussiert. Überzeugungsarbeit und Erklärungen sind für diejenigen, die im einzig wahren Zweck verbunden sind, unnötig, denn die Richtung ist klar und offensichtlich. Sie wird gefühlt. Es ist nicht persönlich; es ist einfach so.

Lucy fordert Pierre Del Rio auf, sich ihr in dieser ganz konkreten Mission anzuschließen. Augenblicklich erkennt er die Autorität und Klarheit, die von ihr ausgeht, und er folgt ihren Anweisungen ohne zu fragen. Erst als er versucht, sein vergangenes Wissen anzuwenden, kommt es zu Unstimmigkieten, aber auch hier erkennt Del Rio sehr schnell, dass Lucy einer viel höheren Ebene gehorcht als der dieser Welt. Ihr Geist hat die Herrschaft über die Welt, über Zeit und Raum, und er kann nicht anders, als sich ihr anzuschließen.

Del Rio hat eine wesentliche Rolle im Drehbuch des Lebens zu spielen. Lucy braucht ihn nicht in einem persönlichen Sinne, denn die Macht und die Kraft, die durch sie kommen, sind nicht von dieser Welt. Aber seine Begleitung und seine Unterstützung sind absolut notwendig für sie, um ihre irdische Mission zu erfüllen. Ausdehnung ist die Aufgabe des Geistes in dieser Welt, und so ist es Lucys Mission, ihr Wissen in einer Weise zu teilen, die ihre Brüder dabei unterstützt, ihr eigenes Bewusstsein des Geistes zu erweitern.

Das Ego kennt nur Besitz, finanziellen Reichtum und persönliche Macht. Es wird vor nichts halt machen, um die Kontrolle zu erlangen und zu behalten. Dieser Film zeigt deutlich, dass Illusionen nur mit sich selbst kämpfen. Der GEIST weiß nichts von den Zielen des Egos und lässt sich deshalb nicht auf diesen Bereich des Denkens ein. Die beiden Gedankensysteme überschneiden sich grundsätzlich nicht.

"Unwissenheit bedeutet Chaos, nicht Wissen."
(Filmzitat)

Das Zentrum der Macht ist ein stiller Punkt im Geist, in dem das Bewusstsein vereinheitlicht ist. Die Zeit ist simultan, und wenn dies wirklich gesehen wird, identifizieren wir uns nicht mehr als eine Person in der Zeit, sondern als der Geist, der alles aus einer höheren Perspektive sieht. Mit vollem Bewusstsein für das größere Bild kann der HEILIGE GEIST Anweisungen geben und wir wissen genau, was kommt, weil das Bewusstsein derart erweitert ist. Nichts ist unbekannt, weil alle Gedanken zugänglich sind. Alles ist Schwingung/Energie. Auf Telefonleitungen kann zugegriffen werden, auf das Gedächtnis kann zugegriffen werden, auf die "Gedanken der Anderen" kann zugegriffen werden - alles kann für den Zweck des Geistes genutzt werden, weil nichts durch begrenzende Glaubenssätze blockiert ist. Alles ist Geist.

Als Lucy dieses Bewusstsein anzapft, gibt es nichts, was nicht ihrem einzigartigen Zweck dienen könnte. Materie ist aus Gedanken gemacht. Auch Charaktere sind Gedanken im Geist. Wenn die Richtung des Denkens völlig unter bewusster Kontrolle ist, dann kann nicht nur der eigene Körper durch Gedanken geformt und bewegt werden, sondern auch "andere" Körper und Dinge. Es scheint, als ob diese alle unter Lucys persönlicher Kontrolle stehen, aber da kein persönliches Verlangen hinter ihren Handlungen steht, bewegt sie sich einfach in die ihr vorgegebene Richtung, so dass alles diesem Plan dient und nichts ihn aufhalten kann.

An einem Punkt erlebt Lucy, dass ihr Körper aus ihrem Bewusstsein verschwindet (mystische Erfahrung). Da sie noch nicht 100 % an Bewusstheit erreicht hat (vollständig transzendiert in das Wissen, dass sie reiner Geist ist), nimmt sie eine Droge, um ihre körperliche Identität noch eine Weile aufrechtzuerhalten. Als sie bereit ist, alles vollständig loszulassen, gibt sie sich der Erfahrung hin, ohne den Wunsch, an irgendetwas von dieser Welt festzuhalten.

Wie Professor Norman in seinen Vorlesungen über den menschlichen Geist lehrt, ist der Zweck von Zellen entweder Unsterblichkeit oder Reproduktion. Fortpflanzung ist teilen/weitergeben - und in dieser Welt ist der Zweck des Lebens die Reproduktion einer Spezies, die die lineare Existenz und Identität aufrechterhält. Für den Geist bedeutet teilen und weitergeben die Erweiterung des Bewusstseins der WAHRHEIT, des SELBST. Die Entscheidung, sich - JETZT - zu 100% für das Erwachen zu entscheiden, ist die Entscheidung, unser Selbst als das unsterbliche SEIN zu erkennen, das wir sind.



Die Truman Show

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Themen: Selbst-Konzept, falsche Wahrnehmung, Bewusstsein des Träumens, Erwachen

Die Truman Show ist ein US-amerikanischer Spielfilm des Regisseurs Peter Weir aus dem Jahr 1998 mit Jim Carrey in der Hauptrolle.

Jim Carrey - Die Bedeutung von allem

Die zentrale Figur des Films ist der Versicherungsangestellte Truman Burbank, der - ohne davon zu wissen - der Hauptdarsteller einer Fernsehserie ist, die sich zum Ziel gesetzt hat, das Leben eines Menschen von Geburt an zu dokumentieren und per Liveübertragung im Fernsehen zu präsentieren (simulierte Realität). Zu diesem Zweck hat Christoph, der Produzent der Serie, Truman als Baby von seiner Firma adoptieren lassen und eigens Seahaven, eine von Wasser umgebene Küstenstadt unter einer riesigen Kuppel, dem OmniCam-Ecosphere-Gebäude, bauen lassen.

"Herrgott Christoph, die ganze Welt schaut zu! Wir können ihn nicht live vor Publikum sterben lassen!"
"Er wurde live vor dem Publikum geboren!"
(Filmzitat)

Dies ist ein fantastischer Film über das Erwachen, das Ungeschehen-machen der Illusion und den Mut, dem Ruf des Herzens zu folgen. Die Welt ist eine Show, die vom Ego produziert und geleitet wird. Es beschäftigt viele Schauspieler, verwendet viele Sets und Events in einer Zeitschleife und ist abhängig von Verkäufen, Marken- und Produktplatzierung, um sich selbst zu erhalten. Die Show zielt ab auf Drama, Wiederholungen, Ablenkungen, Täuschungen und greift letztendlich auf die Angst zurück, sich selbst am Leben erhalten zu müssen, im Glauben, es müsse als real angesehen werden, um weiter machen zu können. Für den egoischen Geist ist ein Leben, ohne seine persönliche „Existenz“, nicht vorstellbar und daher existentiell bedrohlich.

Einflüsterungen des Egos, durch die unterschiedlichsten Figuren (Filmzitate):

"Ich mache dir jetzt eine Tasse von dem neuen Mococo-Drink. Nur natürliche Kakaobohnen von den oberen Hängen des Mount Nicaragua ohne künstliche Süßstoffe."

"Ich möchte ein Entdecker werden, wie der große Magelan."
"Oh, da kommst du zu spät. Es gibt nichts mehr zu entdecken."


Moderator: "Was ist der Grund dafür, dass es Truman bisher niemals gelungen ist, die Wahrheit über seine Welt herauszufinden?"
Regisseur Christoph: "Wir akzeptieren die Realität der Welt, die uns dargeboten wird.
So einfach ist das!"


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(Christoph, Produzent und Regisseur der Truman Show)

Das Ego ist der Gefangene und das Gefängnis. Im Film ist Truman der Gefangene, der „Held“ des Traums, Christoph ist die Stimme des Egos und der Schöpfer des Gefängnisses namens Seahaven - der kleinen isolierten Welt, dem Zufluchtsort, des „Helden“, des Körpers. Christoph ist das Symbol für die Idee der Trennung an sich. Die Symbolik des Films ist absolut einmalig, selbst die Namen der Protagonisten sprechen für sich. Truman klingt wie „true man“, da Truman die Illusion eines "echten" Menschen, eines von GOTT und seinen Mitmenschen getrennten Individuums, darstellt. Die ganze Welt ist nur eine riesige Show, die Individualität und damit Trennung wirklich erscheinen lassen soll - die Truman Show. Christoph, die Stimme des Egos, klingt wie „Christ off“, was auf deutsch soviel bedeutet wie „Christus ist abgeschaltet, Christus ist weg“ - welch ein wunderbares Symbol für die gottlose Welt des Egos.

Christoph: "Hör mir zu Truman. Da draußen findest du nicht mehr Wahrheit als in der Welt, die ich für dich geschaffen habe. Dieselben Lügen. Derselbe Betrug. Aber in meiner Welt hast du nichts zu befürchten!"

Sobald die Show als nichts anderes als eine erfundene Nachahmung vergangener Erinnerungen erkannt wird, scheint die Show nicht mehr Realität zu sein. Sobald wir die Show aus der angst-befreiten Perspektive sehen, ist die Show effektiv beendet, da die Angst als unwirklich entlarvt wurde und alle Charaktere und Fassaden daher ohne Bedeutung sind. Wir sind das Licht der Welt und kein Charakter mehr auf dem Bildschirm. Wer wir sind (Geist), ist der Sinn des Lebens! Unser Königreich ist nicht von dieser Welt!

Bild Der Film zeigt darüber hinaus ein paar ganz entscheidende Momente auf dem spirituellen Weg. Viele Inkarnationen lang sind wir so von der Realität der Illusion überzeugt, dass uns nicht der geringste Zweifel daran kommt. Doch irgendwann kommt der Zeitpunkt wo "ein Scheinwerfer vom Himmel fällt" und ihn uns erste Zweifel aufkommen. Sehr häufig ist dies ein heiliger Augenblick, ein kurzer Blick hinter die Kulissen. Ab diesem Zeitpunkt ist nichts mehr wie vorher, nun sitzt der Zweifel in unserem Herzen und es braucht nur noch unseren Mut, um dem Ruf des Herzens zu folgen und uns auf die Suche nach der Wahrheit zu begeben. Hiermit beginnt die spirituelle Suche.

Bild Desto näher wir der Wahrheit kommen, desto herausfordernder wird der spirituelle Weg. Kurz vor der Befreiung werden wir noch mit unserer größten Angst konfrontiert - der Angst vor dem Tod. Im Film ist es die Angst Trumans vor dem Wasser, weil in seinem Unterbewusstsein der Tod seines Vaters, durch Ertrinken während eines Segeltörns, eingespeichert ist. Auf seinem Weg in die Freiheit konfrontiert ihn daher das Ego genau mit dieser Angst und produziert einen katastrophalen Sturm während seiner Flucht mit dem Segelboot. Truman ruft, „Du musst mich töten!“, und der Sturm wird stärker. Doch zu diesem Zeitpunkt kennt Truman die Wahrheit, bleibt standhaft und schreit in den Sturm des Egos: ”Das ist alles, was du hast?!”

* * *

Jesus spricht:
„Wer sucht, soll nicht aufhören zu suchen, bis er findet.
Und wenn er findet, wird er bestürzt sein.
Und wenn er bestürzt ist, wird er erstaunt sein.
Und er wird König sein über das All.“

(Thomas-Evangelium, Logion 2)

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