"Die Welt ist das Mittel, das die Trennung heilt."
 

Filmtipps

Seit Anbeginn der Zeit werden Geschichten, Mythen und Gleichnisse von spirituellen Lehrern verwendet um ihre Aussagen zu verdeutlichen. Viele berühmte Spielfilme sind moderne Gleichnisse, die äußerst hilfreich sein können für den Prozess des Erwachens.

Die folgenden Kapitel beschäftigen sich mit der tieferen Bedeutung von einigen Spielfilmen und sollen helfen das „Große Bild“ zu sehen. Diese Betrachtungen sind inspiriert vom Buch „The Movie Watcher's Guide To Enlightenment“ von David Hoffmeister, einem amerikanischen „Kurs in Wundern“ Lehrer.


Inhaltsverzeichnis


Und täglich grüßt das Murmeltier

Themen: Ego, Täuschung, Verzweiflung, Tod, loslassen, Sühne (Berichtigung), Inspiration, Zeit

Dieser Film ist Anfang der 90er Jahre erschienen – in einer Zeit in der auch Bücher wie „Gespräche mit Gott“ erschienen sind. Laut dem spirituellen Lehrer Christian Meyer nimmt seit Anfang der 90er Jahre auch das Erwachen zu. Die unterschiedlichsten Vertreter religiöser und spiritueller Richtungen haben sich nach Erscheinen des Films beim Regisseur gemeldet und gemeint der Film ist ein wunderbarer Ausdruck ihrer Lehrinhalte.

Der Groundhog Day, wie er in einigen nordamerikanischen Städten am 2.2. gefeiert wird, ist im Christentum der Tag der Darstellung des Herrn. Im Lauf der Entwicklungen verschob sich der Schwerpunkt des Darstellungsfests von Jesus auf die Mutter Jesu. Aus dem Fest der Darstellung des Herrn wurde Mariä Reinigung und Mariä Lichtmess. Seit den 1960er Jahren gilt er wieder als Fest des Herren.

Die Filmfigur Phil ist ein menschenverachtender Zyniker, der sich als den Mittelpunkt des Universums und andere Menschen nur als Statisten für seinen Ego-Trip betrachtet, als plötzlich ein gewaltiger Wirbelsturm - am Fest des Herren - sein Leben durcheinander bringt und der Berichtigungsprozess beginnt. Zu Beginn versucht Phil noch mit allen Tricks die Gunst seiner Kollegin Rita zu gewinnen, doch erst als er sich auch davon gelöst hat, gewinnt sie ihn bei einer Versteigerung und der zeitlose, glückliche Traum beginnt mit einer heiligen Beziehung.

Um aus der Illusion der Zeit zu erwachen, muss sich nicht die Welt ändern, sondern lediglich unser Blick auf die Welt. Die Welt im Film ist immer die gleiche, immer die gleichen Menschen, immer der gleiche Murmeltiertag, aber was sich ändert, ist der Blick von Phil auf die Welt.

Auf dem Cover der DVD ist zu lesen: „Für ihn ist heute gestern. Und morgen auch.“ Solange wir in der Illusion der Zeit feststecken, ist die Zukunft immer nur eine Fortsetzung der Vergangenheit. Wenn wir in den heiligen Augenblick erwachen, ist die Vergangenheit erlöst und die Zukunft befreit.

Der Film zeigt auf humorvolle Weise worum es in Wahrheit geht. Die Welt der Zeit wiederholt sich immer und immer und immer wieder in einer Schleife aus der es scheinbar kein Entrinnen gibt. Routinen, Geschäftigkeiten und Rituale folgen vorhersehbaren Mustern, welche scheinbar zu endlosen Schleifen zurück zu sich selbst führen. Der Wunsch von anderen Menschen etwas zurück zu bekommen, führt uns auf eine ergebnislose Suche, während wir versuchen unsere innere Leere zu überwinden. Alle Versuche dieser inneren Leere zu entkommen scheinen vergeblich. Wenn es wirklich schwierig wird flüchtet das Ego in den Tod. Doch der Tod löst den Konflikt nicht.

Erst, wenn der Wunsch, wahrhaft hilfreich zu sein, in uns erwacht, wird der Welt ein neuer Zweck gegeben. Anstatt uns darauf zu fokussieren zu entkommen, wünschen wir uns einfach nur noch die Liebe in uns auszudehnen und jedem mit Liebe zu begegnen der in unser Leben tritt. Mit diesem Wechsel in der Absicht kommt eine neue Art auf die Welt zu schauen in unser Leben, und wir können letztendlich sagen und auch wahrhaftig meinen, „Ich liebe dich.“ Wenn wir aus unserem tiefsten Innersten heraus lieben – ohne Bedingungen, Grenzen, oder Erwartungen – dann erscheint die völlige Unschuld wahrer Liebe. Und wenn dieses Licht die Welt erhellt, erkennen wir plötzlich, dass wir nicht mehr durch die Zeit gebunden sind – wir sind frei in Liebe.


Source Code

Themen: Zeit, das Drehbuch ist geschrieben, Macht der Gedanken, Bewusstheit des Träumens, sich dem wahren Zweck verpflichtet fühlen, Heilige Beziehung

Wie im Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“, handelt es sich auch hier, um eine sich ständig wiederholende Zeitschleife, in der sich der Protagonist der Geschichte, Captain Colter Stevens, ständig weiter entwickelt.

Die sich wiederholende Zeitschleife dauert genau 8 Minuten. Eine waagrecht liegende Ziffer 8 ähnelt dem mathematischen Unendlichzeichen ∞. Das Unendlichzeichen wird mit unterschiedlichen Bedeutungen auch außerhalb der Mathematik verwendet, unter anderem als Symbol für ein logisches Paradoxon oder einen Teufelskreis, beispielsweise in Form des Ouroboros, einer Schlange, die sich selbst in den Schwanz beißt. Aber es ist auch ein bedeutendes Symbol für Ewigkeit und Ganzheit – also für Gott.

Damit ist der Film selbst schon wunderbar beschrieben. Er handelt, vom sich ständig wiederholenden Teufelskreis der Ego-Illusion, dem Berichtigungsprozess (Sühne), an dessen Ende das Aufwachen aus dem Traum - die Erlösung durch Gott - steht.

Das Cloud Gate am Millennium-Park in Chicago, das von den Protagonisten am Ende des Films besucht wird, dient laut Regisseur Duncan Jones als Metapher für den gesamten Film. Das Cloud Gate, eine öffentliche Skulptur des britischen Künstlers Anish Kapoor, ist bei den Besuchern des Parks beliebt für die Aufnahme von verzerrten fotografischen Selbstporträts.

Wenn du den Film noch nicht gesehen hast, dann wäre jetzt ein guter Zeitpunkt, ihn dir anzusehen und erst danach weiter zu lesen.

Wir alle akzeptieren als Realität, was wir wahrnehmen. Captain Colter Stevens erwacht durch den Ruf von Air-Force-Captain Colleen Goodwin, die eine Rückrufsequenz einleitet, die ihn an sein Selbstverständnis, von einem in der Luftwaffe ausgebildeten Piloten, erinnert. Doch als er versucht, seine Mission zu erfüllen, beginnt er, ihren Zweck in Frage zu stellen. Captain Stevens, der die letzten acht Minuten des Bewusstseins von Sean, einem Schullehrer in einem explodierenden Zug nach Chicago, erlebt, muss eine Untersuchung einleiten, um den Bomber zu finden und sein nächstes Ziel zu vereiteln. Dies ist eine Übung in Zeit, Raum und der Bereitschaft, über das gegenwärtige Verständnis hinaus zu gehen. Doch während der zweite Bombenanschlag aufgeklärt wird, verändert sich auch die Wahrnehmung der Welt durch den Captain. Eingeführt in diese Wiederholungssequenz mit extrem hoher Bewusstheit, beginnt er die Natur seiner Realität in Frage zu stellen. Seine Persönlichkeit wird weicher, als er mit Christina interagiert, einer mächtigen Begleiterin, die seine Aufmerksamkeit, raus aus dem Drama, in die Intimität des gegenwärtigen Augenblicks, lenkt, was über seine militärische Rolle hinausgeht.

Wechselwirkungen, Kompromisse und Menschenfreundlichkeit werden in dieser Geschichte hervorgehoben. Der Captain muss einen Weg finden, seine begrenzenden Überzeugungen und seinen Wunsch, ein guter Soldat zu sein, zu überwinden und im reinen Glauben zu einer völlig neuen Existenz aufzusteigen. Vergebung ist die Befreiung. Nachdem er mit seinem Vater Frieden geschlossen hat, ist er von der Pflicht befreit und kann völlig unerwartet ein liebevolles Leben führen.




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